Presse: Rezitation & Gesang & Kabarett

Lyrik und Prosa bei Eierlikör - Begegnung zweier Literaturzirkel, Ludwigsburger Kreiszeitung 2016
… Die Vorträge im schummrigen Licht weniger Schreibtischlampen und eines Kerzenständers begannen amüsant, denn den Anfang machte Rolf Breuer (LFL). Der ehemalige TV-Journalist, heute Satiriker. Kabarettist und Rhetorik-Coach, wählte für das Stuttgarter Torhaus einen Ausschnitt aus seinem Programm "Wüstenwattwurm, Wurst und Wohlstand", mit bissig amüsanten Gedichten und Geschichten über die Werte der abendländischen Kultur. Urkomisch etwa seine Suche nach der Wahrheit im Wein: Als Reich-Ranicki-Parodie analysierte Rolf Breuer den lateinischen Satz „In vino veritas" (im Wein liegt die Wahrheit) und fragte sich in der Art des berühmten Literaturkritikers: Warum liegt sie da? Hat sie da jemand hingelegt? Tut ihr was weh?

Vernissage „Face Lifting – Menschen in Sicht“
- Städt. Galerie Siegen, Siegener Zeitung 2014
… Leider musste der angekündigte Rolf Breuer, ein Bruder (der Künstlerin Marianne Demmer), absagen. Seine genialen Reich-Ranicki-Parodien wurden als Video eingespielt. Fast so gut wie das Original.


Wenn Frosch und Kröte Gute Nacht sagen - Pomeranzengarten Leonberg 3.8.2014, Stuttgarter Zeitung 2014
… Tierisch ist dann die Geschichte des zweiten Lesers an diesem Abend, dem Rhetorik-Coach und Moderatorentrainer Rolf Breuer, der seinem Motto "Erzählen statt Quälen" noch zwischen den Zeilen treu ist. Seine Auswahl "Das große Buch von Frosch und Kröte" von Arnold Lobel mutiert von einem Kinderbuch zum Spiegel der Erwachsenenwelt. Mehrfach habe er es für seine Tochter gelesen und dabei eine spannende Entwicklung durchgemacht. In der ersten Stufe habe er die Charaktere von Frosch, einem klaren Durchblicket, und Kröte - impulsiv und ängstlich - entdeckt. In der zweiten Stufe folgte die Übertragung auf die Menschen in seinem Umfeld, so Breuer. In der letzten Stufe fragte sich Breuer schlussendlich, wo er hingehöre. "Ich musste darüber nachdenken, wieviel vom Frosch und was von der Kröte in mir steckte", erklärte er und fügte schmunzelnd hinzu, dass er beim Studium des Kinderbuches dann doch so manche Kröte schlucken musste. Weniger gelesen, als äußerst unterhaltsam erzählt hat Breuer die Geschichten, und mancher Zuhörer mag sich gefragt haben, warum der Profi das tiefsinnige Kinderbuch nicht längst auch für Erwachsene als Hörbuch vertont hat.

Satirischer Blick auf Gier und Räucherlachs - Neue Ausgabe der Literaturzeitschrift exempla, Ludwigsburger Kreiszeitung 2011
... Mit einem „Kasperle-Gedicht“ (Tri tra trullala, der Papst war da“) hatte Rolf Breuer die Lacher gleich auf seiner Seite. Das Lachen blieb allerdings im Hals stecken bei seiner glänzend verpackten und umso ätzender wirkenden Kritik an „direkter und schöner“ Kriegsberichterstattung ...

Von Becks bis Becker - Satirischer Rundumschlag, Heidenheimer Neue Presse 2008
„DuoPhonie" nennen sich Rolf Breuer und Sängerin Manuella Neumann. Ihre „Lesung und mehr" am Freitagabend im Theater-Café geriet zu einem amüsanten Rundumschlag über den FC Energie Cottbus, Politiker,Wurm-Klonen und Bier („Becks Bier macht das Hirn mobil"). Dabei erinnert Breuer mit seinen „gereimten Ungereimtheiten" ein wenig an einen Heinz Erhardt oder Wilhelm Busch. Und wenn er nicht gerade mit Manuella Neumann singt, glänzt der ehemalige WDR-Redakteur durch virtuoses Spiel auf seinem „Recycling-Dudelsack", lässt Besen durch die Lüfte wirbeln – oder versucht mit roten, gelben, grünen und schwarzen Bällen das politische Gleichgewicht der Parteienlandschaft jonglierend herzustellen.

Keuner trifft Gernhardt in Prosa und Versform, Stuttgarter Zeitung 2006
In verschiedenen Kapiteln, beispielsweise über die Liebe, über Tiere und Menschen oder über den Tod, pointierte Rolf Breuer die unterschiedliche Herangehensweise der beiden Autoren an ein Thema durch seine ausdrucksstarke und lebhafte Sprache, die von packender Gestik begleitet wurde.
Rolf Breuers Mut, zwei so unterschiedliche Literaten in ihren Gedichten und Geschichten gegenüberzustellen, machte den Reiz dieses Abends aus.

Von karibischen Rätseln und schwarzer Magie, Stuttgarter Zeitung 2006
Dass Otfried Preußlers „Krabat" keineswegs nur ein Jugendbuch ist, bewies nach der Pause Rolf Breuer mit seinen klug ausgewählten und sehr intensiv und packend vorgetragenen Passagen. Mehr und mehr verschwand während seines Vortrags der blühende Pomeranzengarten im milden Abendlicht und machte in den Köpfen Platz für die Bilder von der düsteren Mühle in Schwarzkollm, wo der 14-jährige Krabat eine Müllerlehre beginnt und Stück für Stück dem unheimlichen Geheimnis des Meisters auf die Spur kommt. Dass Breuer zwischendurch noch einige reale Bezüge erläuterte, machte den Vortrag noch spannender.

Und ewig hallt der Spott des Dichters. Ein vergnüglicher Abend mit einer Heinrich-Heine-Lesung, Stuttgarter Zeitung 2006
Warum Heinrich Heine „lebt", hat Breuer selbst in Reimform gefasst - und damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Denn „ganz aktuell sind heute, / Heines Denken, Heines Leute" ... Breuer hat die Themen in verschiedenen Kapiteln zusammengefasst, etwa „Weisheit, Dummheit, neue Zeiten", „Liebe, Lust und Eitelkeiten" oder „Kirche, Gott und Abendbrot". Mal theatralisch, mal sachlich, lakonisch, spöttisch oder verschmitzt lässt der Kabarettist Heine zu Wort kommen, verleiht ihm gestisch und mimisch Nachdruck oder flicht Wissenswertes über den Dichter ein, der 1831 ins französische Exil ging. Durch lustvolles Überzeichnen ganz zum Spötter werden beide bei den „Wahleseln", des Dichters Replik auf die Nationalversammlung von 1848. Eine mit Engagement vorgetragene Wahlempfehlung des Kabarettisten - nur wen wählen, wenn doch alle Esel sind?

10. Geburtstag des Peter-Valentin-Verlages im Schloss Ludwigsburg, Ludwigsburger Kreiszeitung 2007
Das hat einst auch Heinrich Heine getan (Anm.: den Dialog zwischen Frankreich und Deutschland zu fördern), was Rolf Breuer mit einem rhetorisch beeindruckenden Textpotpourri belegte. Seinen schwungvollen Vortrag, der Heines Esprit zum Funkeln brachte, reicherte er mit biografischen und geschichtlichen Informationen an. Und manchmal fügte er eigene Kornrnentare zu aktuellem Geschehen an, angehaucht von Heines kritisch-ironischem Geist.